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Der Kinder-Homer: Ilias und Odyssee – spannend nacherzählt (German Edition)

by Jona Tomke

Die beiden ältesten literarischen Werke der Abendlandes, spannend aufbereitet – für Eltern, denen daran liegt, ihre Kinder frühzeitig mit dem Mythenschatz des europäischen Erbes vertraut zu machen

Textauszug ODYSSEE

Endlich tauchte am Horizont eine Felsküste auf. Sie gehörte zum Land der Laistrygonen. Deren Hauptstadt hieÃ? Telepylos und hatte viele hohe Türme. Vom Meer aus konnte man sie jedoch nicht sehen, da die hohen Felsen der Küste den Blick auf alles versperrten, was hinter ihnen lag. Ahnungslos fuhren die Griechen mit ihren Schiffen in den fabelhaften Hafen. Hohe Felswände beschützten ihn von allen Seiten. Das Wasser war glatt wie ein Spiegel. Odysseus machte sein Schiff als Erster fest, kletterte die Felsen hinauf und lieÃ? den Blick schweifen. Nirgends waren Felder zu sehen. Oder Bauern. Oder Tiere. Nur die Geräusche einer groÃ?en Stadt drangen aus der Ferne herüber. Wovon ernährten sich deren Bewohner, wenn sie weder Ackerbau betrieben noch Viehzucht? â??Können mal drei Männer raufkommen!”, rief Odysseus hinunter zu den Schiffen. â??Ich brauche Kundschafter!” Die Männer kletterten aus den Schiffe und machten sich auf den Weg. In der Nähe der Stadt trafen sie auf ein Mädchen, das ihnen mit einem groÃ?en GefäÃ? entgegenkam. Das war die kräftige Tochter des Laistrygonen-Königs Antiphates. Sie war auf dem Weg zur Quelle, um Wasser zu holen für die Stadtbewohner. Für ein Kind war sie ganz schön groÃ?, und die Männer staunten. Sie erzählte ihnen, wie man zum Palast ihres Vaters kam. Die Männer wollten dann noch mehr über das Land wissen, über die Stadt, wer in ihr das Sagen hatte, und das Mädchen erklärte ihnen alles. Danach drangen sie vor in die Stadt und näherten sich dem Palast. Dort aber bekamen sie einen Schrecken, als sie die Königin der Laistrygonen sahen, denn sie ragte hoch bis unter die Wolken. Die Laistrygonen waren nämlich Riesen. Und sie fraÃ?en Menschen. Als die Königin die Griechen sah, rief sie in den Palast: â??He, sieh mal, was wir für Besucher haben!” Der König kam heraus, sah die drei Griechen und packte sich gleich einen von ihnen. Den übergab er seinem Koch. â??Aus dem machst du uns heute ein schmackhaftes Abendessen”, sagte er. Die zwei anderen rannten davon. Zitternd kletterten sie in den Hafen hinunter zu den Schiffen. In der Stadt schrie der König die Bewohner zusammen, mehr als tausend riesige Laistrygonen. In einem wütenden Haufen rannten sie zum Hafen, rissen Felsbrocken heraus und warfen sie hinunter. Die Griechen schrien wild durcheinander, als die Balken ihrer Schiffe unter der Wucht der Geschossen zersplitterten. Odysseus hatte sein eigenes Schiff hinter einer vorstehenden Felswand festgemacht, die es vor den Steinbrocken der Laistrygonen schützte. Die anderen Schiffe aber gingen alle unter. Ihre Mannschaften sprangen noch ins Wasser und schwammen herüber zu Odysseus. Er nahm sie alle an Bord, und im Anschluss daran entkamen sie unverletzt aus dem Hafen. Ab jetzt gab es nur noch ein Schiff für alle Männer, die kaum Platz darauf hatten. Aneinandergedrängt kamen sie zu einer weiteren Insel, die hieÃ? Aiaia. Es war die Heimat einer attraktiven Halbgöttin, einer Tochter des Sonnengottes und einer Nymphe, deren Bruder in Kolchis regiert. Sie hieÃ? Zirze und wohnte in einem wunderschönen Palast . . . Textauszug aus der ILIAS: Zehn Jahre lagen die Griechen jetzt schon vor Troja. Würde sie es jemals erobern? Um endlich Klarheit zu erlangen, zogen sie einen Wahrsager zurate. Dieser räusperte sich und sagte: â??Gewaltsam wird Troja niemals erobert werden. Nur eine List kann die Stadt zu Fall bringen.” Er schlug den Griechen vor, ihr Lager abzubrechen, mit den Schiffen wegzufahren – aber nicht allzu weit – und sich auf die Lauer zu legen. Wenn die Trojaner dann unvorsichtig wurden, sollten die Griechen schnell zurückkommen und in die Stadt dringen. Der Ratschlag des Wahrsagers überzeugte die Griechen . . .



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